Ruhestand

Alle rentenversicherungspflichen Personen, die uneingeschränkt steuerpflichtig sind, können eine Riester Rente in Anspruch nehmen. Jeder Arbeitnehmer, Selbstständige, Beamte, Bezieher von Arbeitslosengeld I und II, Bezieher von Vorruhestandsgeld und vollständig Erwerbsgeminderte und Dienstunfähige haben Anspruch auf die staatlich geförderte Privatrente. Angestellte von Körperschaften oder Einrichtungen des öffentlichen Rechts oder geistlicher Genossenschaften und Diakonien, die auf Antrag von der Versicherungspflicht befreit wurden, haben ebenso Recht auf eine Riester-Förderung. 450-Euro-Kräfte, die den Antrag auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht nicht unterschrieben haben, erhalten ebenso die staatliche Förderung zur Riester Rente.

Behinderte in anerkannten Werkstätten oder Bezieher von Krankengeld können ebenso für die private Rente vorsorgen und werden unterstützt. Eltern, die die Erziehungszeit in Anspruch nehmen, können ebenfalls an der Riester Rente teilnehmen. Familien mit Kindern profitieren von den Kinderzuschlägen zur Riester Rente. Aus diesem Grund ist der Abschluss einer Riester Rente gerade für Alleinerziehende von Vorteil. Bei Ehepaaren können beide Erwachsene einen Zuschuss zur Altersvorsorge erhalten, selbst wenn einer der beiden nicht zum Kreis der berechtigten Personen gehört. Hier gilt zu beachten, dass der nicht berechtigte Ehepartner 60 Euro pro Kalenderjahr selbstständig in die Rentenkasse einzahlen muss. Andernfalls bleibt der Ehepartner vom Programm ausgeschlossen. Des Weiteren geht man von Ehepaaren aus, dass sie zusammen leben und ihren Wohnsitz in Europa haben.

Riester Rente
Riester Rente – wer ist berechtigt?

Nicht berechtigte Personen für die Riester Rente sind demzufolge alle, die nicht rentenversicherungspflichtig tätig sind. Ob Selbstständig oder Geringverdiener – wer sich der Rentenversicherungspflicht entsagt, bekommt auch keinen Zuschuss vom Staat. Freiwillig Versicherte in der Rentenversicherung gehören ebenso nicht zum Personenkreis der förderberechtigten Personen. Versicherte, die in berufsständischen Versorgungseinrichtungen arbeiten werden oftmals von der Rentenversicherungspflicht befreit. Diese müssen daher leider auf die Unterstützung vom Staat verzichten. Ebenso zählen die sogenannten verkammerten Berufe wie Ärzte, Apotheker, Steuerberater und Rechtsanwälte nicht zu den vom Staat unterstützenden Berufe.

Diese fallen unter die berufsständische Versorgung und müssen auf die Unterstützung von Seiten des Staats in Hinblick auf die Riester Rente leider verzichten. Und ganz klar, ist man einmal Rentner, hört das Einzahlen in die Riester Rente und somit die Unterstützung vom Staat auf.
Die Riester Rente deckt einen ziemlich breitgefächerten Personenkreis mit der Möglichkeit ab, Vorsorge zu treffen.
Da die Voraussetzungen für einen Riester Vertrag oftmals an mehrere Faktoren geknüpft sind, ist eine pauschale Auflistung für eine gewissenhafte Zusicherung nicht zu empfehlen. Um im individuellen Fall Aufschluss der Möglichkeiten zu erhalten, ist ein Beratungsgespräch bei Interesse essentiell.